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Montag, 9. Februar 2015

#BlickaufsMeerstattKopfvordieWand

So viel Weiß und so viel Schnee hier auf dem Blog. Ein bisschen Thailand zwischendurch, aber ansonsten ist es ja fast fröstelig hier.

Da möchte ich doch etwas gegen tun und nutze die aktuelle Mitmach-Foto-Aktion von Berit und Fee dazu. #BlickaufsMeerstattKopfvordieWand heißt diese und soll den Winter-Blues etwas vertreiben, zur Entspannung anleiten und doofe Tage ein bisschen schöner gestalten. Das ist doch was für mich!


Und weil mir momentan in diesem Winter am meisten die Farben fehlen, habe ich mein Fotarchiv mit Blick auf eben diese durchsucht. Und ich bin fündig geworden.


Alle Bilder sind vor ein paar Jahren im Januar am Roten Kliff bei Kampen auf Sylt entstanden und sind komplett unbearbeitet.


Selten habe ich den Blick aufs Meer so sehr genossen wir dort, solch ein Farbschauspiel habe ich noch nirgendwo anders gesehen. Der ein oder andere weiß vielleicht bereits, dass ich Sonnenuntergänge eigentlich gar nicht mag. Aber dieser war wirklich toll.


Ich bin ernsthaft aufgeregt gewesen, weil ich nicht wollte, dass der Moment vergeht. Fotos machen, selber auch mal das Naturschauspiel ohne Fotoapperat vor dem Gesicht anschauen, alles gar nicht so einfach. Wie soll man da zur Ruhe kommen... Glücklicherweise hat auch mein Bruder Fotos gemacht und so konnte ich dann auch einfach nur genießen.


Das doch sehr kitschige Spektakel dauerte eine ganze Weile an, eigentlich hätte noch ein Delfin aus der Nordsee hüpfen müssen, oder ein Wal seine Flosse zeigen, aber dazu ist es leider nicht gekommen. Schade!


Und weil das hier jetzt eh schon kitschig ist, setze ich noch einen drauf. Ein Zitat!

Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!

Johann Wolfgang von Goethe
„Faust I“

Mit diesen Worten verkauft Faust im "Teufelspakt" Mephisto seine Seele. Im Gegezug dafür verspricht dieser ihm Erfüllung und Lebensglück, ihm im Diesseits zu dienen und alle Wünsche zu erfüllen. Wie würde man sich selbst wohl bei so einem Angebot entscheiden...

So, und bevor es jetzt hier mit mir komplett durchgeht, blick ich mal lieber wieder etwas aufs Meer!

Dienstag, 20. Januar 2015

Winter in Süddeutschland - Betrachtungen von einem Nordlicht

Aktuell erlebe ich meinen ersten "richtigen" Winter in Süddeutschland. Für die Einheimischen ist das wohl kein richtiger Winter dieses Jahr, aber ich finde das schon ganz ordentlich, den Schnee, das Eis, den Frost und die Glätte. Ich war schon mehrfach rodeln und bin bis zu den Knien im Schnee eingesackt, das habe ich bisher immer nur erlebt wenn ich extra irgendwohin in den Schnee gefahren bin, nicht vor der eigenen Haustür.


Letztes Jahr war ich im Winter auch schon hier, da ist dieser jedoch komplett ausgefallen. Und solange ich keine Kehrwoche habe, freu ich mich über die Schneeflöckchen vor meinem Fenster! Der Winter hier ist kalt (wir haben am Haus schon -18°C gemessen, dazu bald noch mehr), aber niemals so kalt wie die Winter die ich in Hamburg erlebt habe. Denn merke: hier fehlt meist der frostige Wind. Man kann also draußen spazierengehen in der Kälte, ohne dass man trotz 1.000 Klamotten fast erfriert.


Oft ist der Winter hier leider auch genauso grau und doof wie überall anders auch. Die meiste Zeit sogar. Aber hin und wieder fällt etwas Schnee, bleibt liegen und plötlich ist es hell und alles funkelnt. Wenn dann noch die Sonne raus kommt und der blaue Himmel lacht - OMG! Und diese Momente, in denen man über dem Nebel steht und sich wärmender Sonne erfreut, während weiter unten alles nass und grau ist. Einfach fantastisch! Auch wenn sich der blaue Himmel manchmal etwas schwer tut.


Ich erfreue mich dann an glitzernden Tropfen an Ästen oder einfach nur an Baumkonturen vor dem Horizont. Oder Inselchen die aus dem Wolkenmeer herausluken.



Im Norden war der Winter meist trübe und trist. Die Tage sind hier jetzt auch deutlich länger, es wird nicht ganz so früh dunkel. Und in der dunklen Jahreszeit zählt nunmal jede Minute Tageslicht. Zudem gibt es hier hin und wieder Föhn und es wird richtig warm, auch im Januar habe ich schon in Strickjäckchen auf einer Bank in der Sonne gesessen. 

Dafür gibt es hier relativ wenige Eisschollen zu bewundern. Die gabs häufiger mal auf Elbe und am Meer zu bestaunen. Wie zum Beispiel hier auf Sylt:


Oder hier am Elbstrand.


Toll war es in Hamburg, mit dem Schiff über die Elbe zu schippern wenn die Eisschollen dort umher trieben und jeder Wassertropfen sofort zu bizarren Skulpturen an Schiffe und Ufer gefror.


Oder die Binnenalster zufror.



Und wir auf der Außenalster spazieren waren... Ich merke schon, daraus mache ich einen eigenen Post! Winterhighlights im Norden. Ich such schon mal mehr Fotos raus... denn irgendwie ist Winter ja doch überall toll, wenn er sich denn von seiner schönen Seite zeigt.


Also, ich bin dann mal im Fotoarchiv! Bis bald!!! 

Mittwoch, 17. September 2014

Auf Trallafitti auf Sylt


Sylt. Vorurteilsbeladen. Die Insel der Schönen und Reichen. Und irgendwie auch meine Insel. Auch wenn ich weniger das Eine und noch weniger das Andere bin. Während meiner Zeit in Hamburg bin ich regelmäßig auf die Insel gefahren. Aus der Großstadt geflüchtet. Oft nur für einen Tagesausflug, manchmal auch für 2 Tage mit einer oder zwei Übernachtungen in einer kleinen Ferienwohnung. Und immer war es toll dort, egal ob im Januar, April, Juli oder Oktober. Ich habe die Insel zwar zu jeder Jahreszeit kennen gelernt, jedoch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es dort nur 2 gibt. Nämlich Sommer und Winter. Kalt oder nicht so kalt. Mal gibt es weniger Wind oder sehr viel Wind. Bei jeder Rückfahrt im Zug hat mir das Gesicht geglüht von Wind und Wettereinfluss und oft waren die Knochen müde vom ständigen gegen den Wind lehnen am Strand. Aber immer war ich glücklich und zufrieden.


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